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Uzi & Ari

»Headworms«

[Own / Al!ve]

Text: Christian Steinbrink

Wenn es richtig ist, dass sich "Headworm" schlicht mit "Ohrwurm" übersetzen lässt, hat Ben Shepard wohl eine krude Vorstellung von sich unwillkürlich im Gedächtnis verzahnenden Popsongs.

Denn die Stücke auf dem neuen Album seines Projektes Uzi & Ari sind, so schön sie auch sein mögen, nun gar nicht hervorstechend melodiös und leicht zu durchdringen. Im Gegenteil: Er hat das letzte bisschen spielerische US-Indie-Tradition hinter sich gelassen und die neuen zehn Tracks gewissenhaft und detailversessen bis ins Letzte durchkomponiert. Vorbild war dabei ganz offensichtlich neben ambitionierten Landsleuten wie Album Leaf die isländische Schule der verstiegen-träumerischen Stimmungen um Sigur Rós.

Shepard beweist für die neue Disziplin großes Talent, sowohl für umfangreiche Arrangements und Instrumentierungen als auch für neuartige und komplexe Songstrukturen. Die Stimmung von "Headworms" ist dadurch noch subtiler und vielfältiger als die der meisten isländischen Paten, es gibt eine Menge Kleinteiliges und furiose Kniffe zu entdecken. Nur an die überdeutlich an Thom Yorke angelehnte neue Gesangsfacette muss man sich gewöhnen, verleiht sie dem Ganzen doch hin und wieder einen Hauch von etwas Überkandideltem. Wenn das aber geschafft ist, steht dem Genuss eines wahren Mammutwerks eines offenbar überaus emsigen Indiearbeiters nichts mehr im Wege.



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