Polarkreis 18 - The Colour Of Snow Artikelbild (groß)
 
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Polarkreis 18

»The Colour Of Snow«

[Motor / Universal]

Text: Christian Steinbrink
[21 Kommentare]

Schon das Debütalbum der Dresdner Polarkreis 18 machte vor allem eines klar: Die Wege und Entscheidungen dieser in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Band sind kaum vorhersehbar, bei ihnen muss man Platte für Platte mit allem rechnen.

Diese Vermutung hat sich auf "The Colour Of Snow", ihrem Zweitwerk, erfüllt. Nachdem das erste Album noch deutlich von einem Interesse an postrockigen Strukturen und aufwendigen Gitarrenarrangements geprägt war, ist diese Facette auf dem neuen Werk fast vollständig zugunsten von fein ausformuliertem Bombast in den Hintergrund getreten.

Meint: "The Colour ..." ist geprägt von Synthesizer-Aufwallungen, die stark an klassische 1980er-Acts wie Depeche Mode oder Spandau Ballet erinnern, und aufwendigen Orchesterpartituren, eingespielt von den Dresdner Sinfonikern. Das Klangbild ist dadurch noch voller geworden, noch komplexer, aber auch noch theatralischer und fantastischer. Dazu passend hat Sänger Felix Räuber noch exponierter die Rolle des Frontmannes angenommen, sein Gesang erinnert öfter an den so verwunschen klingenden Jonsi von Sigur Rós oder die artifizielle Zartheit eines Maximilian Hecker. Mit wenigen zweisprachigen Worten gibt er den Zuckerguss auf eine plakative Symbolkraft, mit der Polarkreis 18 durchaus auf einer Eröffnungsfeier von Olympischen Spielen reüssieren könnten. Aus "The Colour ..." quillt kosmopolitisches Pathos, mit der ersten Single "Allein allein" und dem Titelsong haben sie alles und jeden vereinigende Pophits gewollt und geschaffen, sie sind endgültig vom gesichtslosen Postrock-Act zur Popband mit vielen strahlenden Mitteln geworden. Das große Besondere an dieser Band ist und bleibt, dass an ihr nichts determiniert wirkt. Polarkreis 18 bewahren sich auch mit ihrer zweiten Platte eine Distanz zu ihrer immer größer werdenden Fanschar wie auch zu ihrer eigenen Musik, um auch auf dem nächsten Album alles zulassen zu dürfen. Und das ist wohl ein entscheidender Grund dafür, warum Pathos bei dieser Band nicht klebt, sondern so außergewöhnlich und stark wirkt.



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  • User: IainForrester
  • IainForrester 23.10.2008 | 18:29:27
    Meister
    stimme zu, beschreibt auch meinen höreindruck; trotz allein allein ein großartiges album

  • User: extravagant
  • extravagant 02.11.2008 | 11:23:30

    kann ich nicht bestätigen.
    bin masslos enttäuscht.
    die sind in die kitschigste synthie-pop schiene gerutscht....

  • User: plague
  • plague 03.11.2008 | 00:10:33

    Das mit Abstand schlimmste Album, das ich dieses Jahr hören musste und damit sogar noch schlimmer als Udo Lindenberg. Wie kann sich eine Band dem Hörer nur so anbiedern wollen?

  • buenaventura 03.11.2008 | 00:12:31
    hashomer
    gute rezi zu nem album, das ich bisher nicht so gut finde. immerhin: die faehigkeit, zu polarisieren, hat nicht jedes album. aber ist ja auch polarkreis, harhar.

  • huepu 13.11.2008 | 15:54:07

    Abgesehen davon, dass die Musik von Polarkreis 18 in keiner Weise meinem Musikgeschmack entspricht, fühlte ich mich sofort verar..., als ich den Song "Allein Allein" heute zum ersten Mal hörte:

    Teile dieses Songs sind nach meinem Eindruck geklaut aus dem Song "A Walk In The Park" der Nick Straker Band. Besagter Song war in den späten 70er Jahren ein großer Disco-Pop-Hit nicht nur in Deutschland und wird noch heute häufig von Oldie-Formatradio-Sendern gespielt:

    Ein Beispiel - bitte eine nahezu identische Passage hier vergleichen:

    00:13 bis 00:27 Sekunde in "Allein Allein"

    00:20 bis 00:30 Sekunde in "A Walk In The Park"

    Auch der hymnische Refrain in "Allein Allein" ist sehr ähnlich angelegt wie im Song "A Walk In The Park".

    Editiert von huepu am 13.11.2008 15:55:16
    Editiert von huepu am 13.11.2008 15:57:27
    Editiert von huepu am 13.11.2008 16:00:10
    Editiert von huepu am 13.11.2008 16:07:05
    Editiert von huepu am 13.11.2008 16:07:57

  • User: CATzilla
  • CATzilla 13.11.2008 | 17:28:38
    mag auch hunde!
    oje, plagiats-vorwürfe in der popmusik...das sind ja dimensionen, die ich ne erahnt habe...

  • buenaventura 13.11.2008 | 17:31:41
    hashomer
    "hymnische refrain"? wo ist das "hymnisch"?

    aber warum nicht bei nick straker band klauen? 1. guter song, 2. zitatpop eh nicht mehr hip, also ok. auch fuer'n osten.

  • User: ElAljoscha
  • ElAljoscha 13.11.2008 | 17:45:48

    Dafür das er den Song heute zum ersten mal gehört hat....und eigentlich gar nicht mag.
    Respekt.
    Fett reingekniet, fleissig editiert und recherchiert.
    Mag mir aber beides nicht anhören wollen.

    Editiert von ElAljoscha am 13.11.2008 17:46:47

  • User: mtrbrt
  • mtrbrt 13.11.2008 | 18:35:05
    die geschichte ohne o
    ich kann erahnen, welche parallelen huepu meint, aber die sind schon weit auseinander die stücke. nick straker groovt, polarkreis stadionrockt.

  • User: LucTonnerre
  • LucTonnerre 13.11.2008 | 23:05:35

    Zu "Allein Allein": Ref in Englisch und ohne Südkurve - top.
    So eher komisch.

    Zum Plagiatsvorwurf: Quatsch!

  • User: LucTonnerre
  • LucTonnerre 14.11.2008 | 14:43:35

    MILES waren aber toll.

  • User: Legoland
  • Legoland 14.11.2008 | 16:29:01
    Legolize it!
    nein. waren sie nicht. leider langweilig. genauso die *alten* polarkreis. alleinallein ist das erste von ihnen, was mir richtig gut gefällt.

  • User: extravagant
  • extravagant 29.11.2008 | 23:32:37

    wem allein allein gefällt, der mag natürlich die alten sachen nicht.
    da liegen welten dazwischen und das eine schliesst das andere aus.

    ich hatte mir konzert-tickets für ein konzert in hamburg geholt noch ehe ich das album gehört hatte.
    bin aber froh, dass ich es vor der halle verkaufen konnte und mir den song nicht auch noch live antun musste.

    echt schade um die band. ich hoffe sie kriegen noch die kurve und machen wieder in richtung ihres ersten albums weiter.

  • User: rockotron
  • rockotron 30.11.2008 | 10:34:39
    lackaffe
    wem allein allein gefällt, der mag natürlich die alten sachen nicht.
    da liegen welten dazwischen und das eine schliesst das andere aus.


    schwachsinn.

  • User: snorej
  • snorej 01.12.2008 | 07:44:55

    huepu lass mal ohren checken.

    du hörst auch die pferde kotzen, oder?

  • leichte_teile 01.12.2008 | 13:35:23
    alles was wir brauchen
    auf der platte ist ein herzallerliebst kitschiges instrumental, das mag ich. anonsten musste ich direkt an alphaville und camouflage denken, zwei zuspätgeborenen miesen deutschen synthpop bands, denen ich mich dennoch nie so ganz entziehen konnte. und allein allein ist ganz große, ganz glatte popmusik, an der die lächerlichen plagiatsvorwürfe sowieso nicht haften würden.

  • User: Eva1983
  • Eva1983 14.12.2008 | 09:57:20

    die neue cd mag ich lieber als die alte, fand aber die alte auch gut. aber manche leute in meinem bekanntenkreis lehnen die neue grundsätzlich ab. man hat ja einen ruf zu verlieren. etwas schlimm, so was. beim sängerschubsen wär ich allerdings dabei.

  • drivenstate 23.02.2009 | 12:55:10
    ich bin hier falsch
    die melodie im chorus des titeltracks ist bei take that - "patience" geklaut.

  • kristal 24.02.2009 | 20:16:22

    ich bin auf der suche nach einem the color of snow remix. am liebsten hätt ich nur die stelle ganz am anfang, ohne text.
    also wenn irgendwer einen nette version findet bitte bitte bescheid sagen!
    vielen danke!!!

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