Fujiya & Miyagi - Lightbulbs Artikelbild (groß)
 
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Fujiya & Miyagi

»Lightbulbs«

[Grönland / Cargo]

Text: Frank Schuster



Komisch ist das schon. Man muss ja nicht gleich das Sprichwort vom Propheten im eigenen Lande bemühen, aber: Während der Krautrock der 1970er-Jahre in Deutschland über Jahre nicht unbedingt den besten Ruf genoss, fand er in Ländern wie Großbritannien oder Japan stets ein offenes Ohr.


Bands wie Can, Kraftwerk, Neu! und Harmonia genießen dort ein immens hohes Ansehen. So kommt es auch, dass das britische Duo David Best (Gitarre, Gesang) und Steve Lewis (Synthesizer, Programmierung), das unter dem japanischen Bandnamen Fujiya & Miyagi firmiert, ganz gerne einmal den Sound der genannten Krautrockbands (und zwar von genau denen, nicht von Gniedel-Combos wie Eloy und Jane) als Blaupause für seine mal ruhig fließenden, mal eckig-kantigen, zwischen Indie, Synthiepop und Electroclash oszillierenden Stücke nimmt.

Tanzflächenfüller-Garantie besitzt der Opener "Knickerbocker Glory" mit seinem hitverdächtigen Minimaltext. Und jetzt alle: "Vanilla, strawberry, knickerbocker glory ..." Das geht einem ebenso kaum mehr aus dem Ohr wie "Fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn ..." Hier: die Monotonie deutscher Highways; dort: die Nostalgie eines an der Woolacombe Bay verbrachten Sommers samt Eiscreme und Kinderstar Lena Zavaroni im Fernsehen. Nostalgie, Monotonie, wunderbar sind sie so beide.




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