Emmy Moll - All The Monsters Are Small And Scared Artikelbild (groß)
 
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Emmy Moll

»All The Monsters Are Small And Scared«

[CD // Pop Up / Cargo]

Text: Oliver Minck

Es gibt ja diese Menschen, die immer bewusst ganz leise sprechen, damit man ihnen genauer zuhören muss. Weil das, was sie von sich geben, ja von so unglaublicher Bedeutung ist. Ziemlich anstrengend.

Keine Ahnung, ob Nadja Rüdebusch auch so eine Leisesprecherin ist - singen tut sie jedenfalls komplett drucklos: ein einziges hauchiges Gepiepse, das Intimität suggerieren soll. Moderne Aufnahmetechnik ermöglicht es nun aber, auch ganz leise Signale total laut zu drehen und auf diese Weise akustisch in den Vordergrund zu stellen. Und weil Emmy Moll davon gehörig Gebrauch machen, steht und fällt die Entscheidung für oder gegen ihre Musik damit, ob man die Stimme nun bezaubernd findet oder nicht.


Wenn sie einem nämlich schon beim zweiten Song die Nerven strapaziert, fällt es schwer, darauf zu achten, was die unter der Stimme liegende Musik sonst noch so zu bieten hat. Einiges nämlich: sanft getupfte Beats, zart gegniedelte Indie-Gitarren, melancholisch-wattige Harmoniegebilde und generell ein gutes Gespür für feine dynamische Abstufungen zwischen ganz leise, leise, nicht ganz so leise und ein kleines bisschen lauter. Vielleicht beim nächsten Album-Mix den Gesang einfach mal ein bisschen besser in den Gesamtklang integrieren und ordentlich am Hallgerät schrauben?



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