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Mitote

»Folger«

[CD // Red Can / Broken Silence / VÖ: 10.10.2008 ]

Text: Christoph Penter

Deutschen Texten steht man gerne kritisch gegenüber. Viele Textdichter glauben immer noch an die Liebe, die nie endet. Wahrscheinlich schreiben auch Mitote einfach auf, was ihnen das Herz sagt.

Allerdings glühen beim Formulieren die Hirnwindungen. An stupiden Reimen ist diesen Münchnern nicht gelegen. Auf ihrem zweiten Album "Folger" musste etwas raus: mal politisch, mal gesellschaftskritisch, mal deutlich, mal verzwickt und auch mal zitiert (Pablo Neruda nämlich). Stilistisch bewegen sich Mitote zwischen Rock und Punk. Doch die Band bedient sich auch beim Jazz, spielt griffige Indie-Riffs und lässt Samples für sich arbeiten. Zwischen melodiösem und wütendem Songwriting kennt Sänger Matze alle dynamischen Kniffe. Hier ist er der zurückhaltende Erzähler, dort schreit er seinen Zorn heraus. Das macht "Folger" zu einem vielseitigen Album, das dank der tiefgründigen Texte eine deutliche Handschrift trägt. Kostprobe: "Ein ach so überraschender Frontenwechsel des Schlingenwuchers und dann ... Fortsetzung folgt." Ganz sicher.






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