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Monkeeman

Life In The Backseat

[CD // Rookie / Cargo / VÖ: 15.08.2008 ]

Text: Markus Schneider

Da schau an: die lang verschollene Zusammenarbeit der Beatles mit Oasis. Ein wenig gespenstisch, aber doch brillant, wie sich der typische Lennon/McCartney-Harmoniegesang mit den etwas härteren Gitarren und dem Drive aus dem Hause Gallagher verbindet.

"Socialism" heißt der dritte Titel, eines der Highlights, das zumindest für John Lennon nicht überraschend wäre. Schließlich vermutete der mit "Working Class Hero" bereits einen Zusammenhang zwischen Popstars und Politkult. Doch bei Monkeeman handelt es sich nicht um eine Art postumes Mash-up-Projekt, sondern nur um Pete Lübke aus Wilhelmshaven, der in den letzten Jahren in der Band von Rosenstolz gespielt hat. Das hat er mittlerweile aufgegeben, weil es zu zeitintensiv war. Außerdem bekam er Tantiemen aus einem Song für ein großes Internet-Auktionshaus.


Mit Monkeeman befriedigt er nun schon zum dritten Mal seine Sixties-Obsession aufs Rückhaltloseste. Und ziemlich souverän. Zu den oben genannten Einschlägen kommen noch große Mod- und Britrockmomente à la The Who, The Small Faces oder The Jam hinzu. Die Songs sind stilsicher und hochmelodisch gebaut, erstklassig gespielt und arrangiert. Mit 35 Minuten kann man Monkeeman auch nicht gerade Geschwätzigkeit vorwerfen - was auch besser so ist. Denn sonst hätte man ja die Zeit, sich zu fragen, was das solle mit dieser unverstellten Nostalgie. Hat man aber nicht.



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