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Euros Childs

»Cheer Gone«

[Wichita / Coop / Universal]

Text: Christian Steinbrink

Es war nicht einfach, aus den bisherigen Soloalben des ehemaligen Gorky's-Zygotic-Mynci-Frontmanns Euros Childs schlau zu werden.

Abseits von der schon von den Gorky's bekannten, leicht surrealen und wunderlichen Stimmung seiner Songs ließ ihr reduzierter und fast schon naiv anmutender Charakter die Frage offen, was genau Childs damit eigentlich vermitteln wollte. Um dieser Ratlosigkeit etwas entgegenzustellen, hat er sich für seine vierte Platte in das Korsett eines Produzenten begeben, der für einen eindeutigen Sound bekannt ist und vor allem mit einer Band mit hohem Wiedererkennungswert assoziiert wird: Mark Nevers, Hausproduzent von Nashvilles Alternative-Country-Flaggschiff Lambchop.


Den gewünschten Effekt erreicht Childs, seine Platte klingt wärmer und bodenständiger als die Vorgänger, außerdem sind in den nach wie vor sehr klaren Arrangements ein paar wirklich schöne Kniffe und Country-Anleihen zu hören. Und doch erhält sich Childs seine ureigene Note: Letztendlich klingt auch "Cheer Gone" wieder irgendwie distanziert, ironisch und auf eine undurchsichtige Weise humorig. Es ist seine bisher stimmungsvollste und beste Soloplatte.




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