The New Year - Touch And Go / Soulfood Artikelbild (groß)
 
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The New Year

»Touch And Go / Soulfood«

Text: Thomas Renz

"Alle guten Vorsätze haben etwas Verhängnisvolles: Sie werden zu früh gefasst", hat Oscar Wilde dereinst gewitzelt.

Die Kadane-Brüder Matt und Bubba, die in den Neunzigern unter dem Namen Bedhead Musik gemacht haben und ihre fünfköpfige Band seit zehn Jahren The New Year nennen, sehen das so ähnlich und lassen sich für die Umsetzung ihrer Pläne dementsprechend viel Zeit. Ganze vier Jahre haben die beiden Gitarristen und Sänger an ihrem neuen Album geschraubt, ein Jahr ist dabei angeblich allein für die Aufnahmen der insgesamt zehn Songs draufgegangen. Wer sich durch diese Arbeitsweise an die noch immer unterbewerteten Wrens erinnert fühlt, liegt damit nicht so falsch, denn der Indie-Rock von The New Year strahlt eine ähnliche analoge Wärme aus.


Doch während eine Platte der Wrens psychisch unglaublich belastend sein kann, weil man spürt, wie sehr die Band bei den Aufnahmen gelitten haben muss, geht es einem beim Hören von "The New Year" wie Kaiser Franz bei seinem einsamen Spaziergang durch das Olympiastadion von Rom am 8. Juli 1990: Alle Anspannung fällt ab, und man fühlt sich, als wäre man am Ziel angekommen. Den Vorsatz, sich diese Platte zuzulegen, kann man also gar nicht früh genug fassen.



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aus Intro #165 (Oktober 2008)
 
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