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Polysics

»We Ate The Machine«

[Okami / Universal]

Text: Ulf Imwiehe

Viel will man doch eigentlich gar nicht vom Leben. Das bisschen geile Dauerabfahrt, Luxus-Slackertum und reizüberfluteter Irrsinn sind ja wohl kaum zu viel verlangt.

Und alles so greifbar, sofern die ewige Kindheit als perfekte Daseinsform erscheint. So, wie es für jeden Zweck die richtigen Bonbons gibt, so sind die Polysics aus Tokio die perfekte Band für die präzise Dosis Lebensgefühl à la Explosion im Spielzeugladen – bei Godzillas ungezählten Bastardbabys legt sich dieses Cartoon-Monstrum in die Kurve! Die vier überirdisch hübschen MusikerInnen clashen mit hyperaktiver Vehemenz kargen Wave, süß-blubbrigen Nippon-Pop, hysterischen Psycho-Core und, als Anker, leicht verpupten, aber erdigen Dad-Rock, dass die Repeat-Taste endlich wieder Sinn macht.

Das hier ist pure Liebe; und wer diesem Wahnsinn aus Overacting, Synthie-Cuteness und Baller-Gitarren nichts abgewinnen kann, war wahrscheinlich als Kind schon viel zu erwachsen und hat lieber Traumberuf gespielt, anstatt anständig in Fantasien abzuflippen.



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