Ra Ra Riot - The Rhumb Line Artikelbild (groß)
 
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Ra Ra Riot

»The Rhumb Line«

[V2 / Coop / Universal]

Text: Christian Steinbrink

Bevor Ra Ra Riot aus Syracruse nun endlich ihr Debütalbum veröffentlichen können, hatten sie einige Schicksalsschläge zu verkraften: Erst verließ sie ihr Sänger, dann kam ihr Schlagzeuger auf tragische Weise ums Leben.

Am erhebenden Charakter ihrer Musik hat sich dadurch aber zumindest auf den ersten Blick nichts geändert, schließlich setzt sich das Sextett mit seinem rasanten und schlank tanzbaren Indiepop genau in die Mitte dessen, was im Genre gerade den Ton angibt. Verweise lassen sich von Vampire Weekend über Clap Your Hands Say Yeah bis hin zu Arcade Fire und Bloc Party viele benennen. Und es scheint gerade die Vielseitigkeit Ra Ra Riots innerhalb ihres Genres zu sein, die für die Band sowohl Fluch als auch Segen bedeuten könnte. Denn ihr Wiedererkennungswert speist sich nur aus den oft eingesetzten Streichern und Wesley Miles' an große Sänger wie Morrissey und Robert Smith angelehnte Stimme.


Was aber nicht heißen soll, dass die zehn Songs des Albums schlecht wären. Im Gegenteil. Die Platte ist sehr gut, einige der Stücke werden in der Indie-Disco für Furore sorgen. Aber um mit ihrem Album eine neue Referenzgröße zu bilden, sind Ra Ra Riot wohl zu lange unverschuldet aufgehalten worden.



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