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Team Tyson

»Jump Start My Heart«

[Rewika / Al!ve]

Text: Thomas Renz

Jeder einzelne Song auf "Jump Start My Heart" ist also ein "Wirkungstreffer", wie man in der Boxersprache sagen würde.

Wie der ehemalige Schwergewichtsboxweltmeister (und verurteilte Vergewaltiger) Mike Tyson halten sich auch Team Tyson aus Berlin an die von Trainerlegende Cus D'Amato maßgeblich geprägte "Peek a boo"-Taktik: Die dreiköpfige Band mit ehemaligen Mitgliedern von Ten Buck Fuck und Tigers Of Doom ist auf ihrem Debütalbum ständig in Bewegung, pendelt zwischen ganz viel Punkrock und ein wenig Hardcore und kann dadurch blitzschnelle Serien von wuchtigen Haken und Hooklines am Hörer platzieren.


Jeder einzelne Song auf "Jump Start My Heart" ist also ein "Wirkungstreffer", wie man in der Boxersprache sagen würde. Während der Stil von "Iron Mike" mit dem von früheren Champions wie Jack Dempsey, Rocky Marciano oder Joe Frazier verglichen wurde, erinnern Team Tyson an die Hives in ihren Anfangstagen. Und wenn die Berliner gegen Ende der Platte frech "Is this all you got?" fragen, dann erkennt der inzwischen atemlose Hörer, dass es um die Kondition dieser Mittdreißiger ausgezeichnet bestellt ist und sie die im ersten Song gezeigte Explosivität auch über sechzehn Runden halten können. Die einzige Möglichkeit, von Team Tyson nicht mitgerissen zu werden, ist demnach, sich von Mike Tyson das Ohr abbeißen zu lassen.



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aus Intro #165 (Oktober 2008)
 
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