Black Kids - Partie Traumatic Artikelbild (groß)
 
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Black Kids

»Partie Traumatic«

[Universal]

Text: Christian Steinbrink

Wenn man Musik für Partys macht, sollte man sich nicht damit aufhalten, nach Texten zu suchen, die dem Partyspaß eher entgegenstehen. Man kann von seinem ersten Kuss singen oder vom ersten Kuss des Angebeteten mit einem anderen, nicht aber von Hunger und Kinderarmut, auch wenn das ohne Zweifel wichtige Themen sind.

Partyspaß ist immanent bruchlos, es wird erst richtig lustig, wenn nichts dem Eindruck mitreißender Euphorie im Wege steht. Diese Lektion haben die Black Kids, für Glück und Ruhm nach London verzogene Immigranten aus Jacksonville, Florida, gelernt. Sie kennen ganz offensichtlich auch das Gefühl für Ausgelassenheit und haben das nötige Können, um ihre Erkenntnisse in Songs zu gießen. Meint: Wenn wir auf dem Tanzboden wippen, brauchen wir Hits, sonst nichts.


Und Hits gibt es auf "Partie ..." eine Menge. Pophits mit Soul und Schwung, mit sich umstandslos einprägenden Hooklines à la The Cure, mit glitzernden Keyboardsounds und juchzenden Gitarreneffekten. Die Black Kids können die ultimative Partyband genannt werden, auch, weil sich ihre Stücke in Szenarien ganz unterschiedlicher Epochen von Discokultur vorstellen lassen. Vor dem inneren Auge sieht man Sophie Marceau zu dieser Musik genauso tanzen wie Winona Ryder oder Natalie Portman. Die Black Kids sind die perfekte Illusion. Zu Hause vielleicht auf Dauer etwas eintönig, auswärts aber unschlagbar.



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