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Broken Social Scene presents Brendan Canning

»Something For All Of Us«

[Arts & Crafts / Al!ve / VÖ: 22.08.2008 ]

Text: Tobias Mull

Sufjan Stevens hat dieses aberwitzige Projekt, ein Album pro Bundesstaat der USA aufzunehmen. Macht 50 Alben, ein Lebenswerk scheint dagegen ein Blockseminar.

Ähnlich umfangreich präsentiert sich das Projekt der netten Nager von Broken Social Scene: Jedes Mitglied des kanadischen Kollektivs soll ein Soloalbum veröffentlichen. Und da die Social Scene nicht nur broken, sondern auch ziemlich big ist, kann sich der geneigte Nerd auf etliches Material freuen.


Nachdem Bandchef Kevin Drew im vergangenen Jahr den Anfang gemacht hatte, folgt nun, äh, Bandchef Brendan Canning. Denn sein Album zeigt, dass Canning zu Unrecht oft im Schatten von Drew steht. Es gibt hier all die wunderbaren Sounds und Songs, die man schon bei BBS liebte: dieses schwerelose Schwirren, diesen spielerischen Bombast, dieses Sommerwiesengefühl. Okay, der Anfang ist ein wenig schwach, aber spätestens mit der tröpfchenhaften Ballade "Snowballs And Icicles" hat er dich. Und dann gibt es nur noch Schönheit. Das überschwängliche "Churches Under The Stairs", das funkige "Love Is New" oder "Antique Bull", ein Stück mit diesem typischen Broken-Social-Scene-Feeling des Aus-sich-herausplatzen-Wollens. Da können also gerne noch 48 weitere Scheiben folgen.



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