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Giant Sand

»Provisions«

[Yep Roc / Cargo]

Text: Johannes Mihram

Giant Sand sind Giant Sand sind Giant Sand.

Howe Gelb hält seine Formation mit wechselnden Musikern seit vierundzwanzig Jahren am Leben, der Wüstensound ist sein Trademark. Zwei seiner früheren Mitstreiter haben heute als Calexico mit dem gleichen Sound in der vielleicht etwas griffigeren Version den weitaus größeren Erfolg, während Gelb abwechselnd als Giant Sand oder unter seinem eigenen Namen unermüdlich weitab größerer Aufmerksamkeit agiert - und nun nach vier Jahren Pause ein neues Album unter dem Namen Giant Sand veröffentlicht. Eingespielt hat er es zum größten Teil mit dänischen Musikern in Århus, wo er mit seiner dänischen Ehefrau die Hälfte des Jahres lebt. Die Wüste nahm er einfach mit dorthin, der Sound bleibt staubig, schmeckt nach Whiskey; Variationen finden im Detail statt.


Vor allem die Gastmusiker Isobel Campbell, M. Ward und Neko Case bringen neue Farbe ins Klangbild, das in der zweiten Hälfte des Albums in Jazz und atonalem Krach gipfelt - davon unberührt zeigt sich die Coverversion von PJ Harveys "The Desperate Kingdom Of Love". Nachdem die Opulenz der 90er-Alben Gelb selbst zu ermüden schien, wirkt er seit 2000 im entschlackten Sound mit jedem Album munterer. Die Wüste lebt - und wie!



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