Halma - Broad Peak Artikelbild (groß)
 
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Halma

»Broad Peak«

[Sunday Service / Indigo]

Text: Henrik Drüner

Die Musik von Halma ist Faszination. Ein bedächtiges Gleiten entlang grob verputzter Wände. Beinahe wirkt es so, als agiere die Hamburger Band auch auf ihrem vierten Album unabhängig von der lästigen Zeitdimension.

Im weiten Feld zwischen Postrock, Dub und einer ganz eigenen Ambient-Atmosphäre haben sich Halma eingerichtet und ziehen in zäh fließenden Bewegungen von Song zu Song. Keiner ist dabei hervorzuheben, "Broad Peak" schweißt die einzelnen Kettenglieder untrennbar aneinander. Ein Album als Album. Im Zusammenspiel der Ideen und Instrumente entstehen die Stücke, die bewusst auf geografische Extreme vom San-Andreas-Graben bis rauf zum 8000er-Gipfel zurückgreifen, um das Kopfkino zu befeuern. Organisches Wachstum, das sich schleppend, dunkel und - bis auf eine Ausnahme - instrumental Bahn bricht. Wahrlich Slowcore.


Auf der Reise gibt es immer wieder Wegmarken und Leuchtfeuer, wenn Thorsten Carstens oder Andreas Voß an den Gitarren Themen herausschälen ("San Andreas Fault", "The Observers At Mount Wilson") oder "Montreux" eine Live-Situation simuliert. Ähnlich verblüffend, wenn bei "Formed In A Vacuum" plötzlich sonores Raunen von Anna Bertermann und Carstens einsetzt. Der Text, geliehen bei New Orders "Your Silent Face", könnte treffender nicht sein: "Sound formed in a vacuum / May seem a waste of time / It's always been just the same / No hearing or breathing / No movement no lyrics / Just nothing".



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