Arne Zank - Love And Hate From A To Z Artikelbild (groß)
 
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Arne Zank

»Love And Hate From A To Z«

Text: arno raffeiner

Eigentlich ist er gekommen, um sich zu beschweren. Da Arne Zank jedoch ein überaus höflicher, vermutlich bescheidener Mann ist, gießt er seine Song und Track gewordenen Klagen in die durchscheinendste, lichteste Form von Folk und Gitarren-House, die man sich vorstellen mag.

Zanks Tanzlieder sind anrührend, lieblich, aber niemals niedlich. Da stehen dann sein zänkischer Name und das alte Ethos eines Hamburger Punk-Rock-Flaneurs doch ein wenig störrisch mitten im Wege. Zum Glück. Denn auf diesem verstellten, verschlungenen Weg, der sich vorbei an allerlei Findlingen, Waldkäuzen und jähen Schrägen in der musikalischen Landschaft seinen Weg zum Licht bahnt, spaziert Zank geradewegs in unsere Herzen. Auf jenen Ehrenplatz, der zwischen ABCs "Lexicon Of Love" und den Wild-Pitch-Epen von DJ Pierre noch zu besetzen war.


Ganze 14 Jahre sind vergangen, seit Arne Zank mit dem stolz betitelten "Die Mehrheit will das nicht hören, Arne" als Solist debütierte. Später folgten Weirdotronica-Experimente unter dem Decknamen DJ Shirley, und auch zwei Instrumentalstücke von diesem Album waren bereits vor einigen Jahren auf der EP "Love From A To Z" zu finden. Die Pleite von L'Age D'Or kam allerdings einer früheren Veröffentlichung dazwischen. (Schon wieder so ein Baumstamm mitten im Weg!) Tut man dem Künstler nun Unrecht, wenn man einmal mehr von "unprätentiösen Miniaturen" sprechen will? Denn hier ist viel Arbeit getan, viel Herzblut geflossen. Von Anfang an wird Liebe gegeben. Nach ein paar Takten setzt die Dialektik ein. Der Hass jedoch ist nach dem Anhören schließlich wie verraucht. Ein gutes Gefühl. Und direkt daneben ist auch noch dieser unschuldige Glaube zu spüren: an die befreiende, euphorisierende Kraft von einfachem BummBumm im Viervierteltakt. Dazu schmiegt sich der Wohlklang schöner Worte. Und aus der Ferne winkt Justus Köhncke mit einem weichen Zaunpfahl.

So laut er mit Tocotronic auch trommelt, diese Lieder sind der letztgültige Beweis: Arne Zank ist der Trevor Horn aller netten, leisen, guten Menschen.



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