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The Zutons

»You Can Do Anything«

[Pias / Rough Trade / VÖ: 15.08.2008 ]

Text: Christoph Dorner

Das dritte Album der Zutons gehört durch den Fleischwolf gedreht und eingeschmolzen, damit man daraus die Plastikfolien für das nächste Scooter-Best-of-Boxset herstellen kann. Lustig, oder?

Dabei ist das gar nicht meine Meinung, sondern die des NME, der "You Can Do Anything" mit nur vier Pünktchen out of ten abstrafte. Wahrscheinlich ging dem verantwortlichen Fleischwolf respektive Autoren noch der Zutons-Hit "Valerie" auf den Zeiger, der - Winehouse' und Ronsons Interpretation sei Dank - im UK über zwei Jahre hoch und runter gequäkt wurde. Bei uns erfreute man sich bestenfalls an der Zutons-Saxofonistin Abi Harding, wenn sie auf Festivals mittags so enthusiastisch ihr Instrument bespielte. Denn obwohl die ersten beiden Zutons-Alben wegen jugendlichen Übermutes und ihrer sonnigen Spielart ganz okay waren, haben sich hierzulande wie bei The Coral nur wenige an dem 70er-Rock-Aufguss erwärmen können. Wenig Lobby für die Liverpooler Schule. Nun sind die Zutons auch noch nach L.A. gegangen, um breitbeiniger zu klingen. Das Resultat ist ein an sich typisches, üppig produziertes und etwas zu erwachsenes Zutons-Album mit einer wirklich netten Boy/Girl-Nummer drauf, dem aber ansonsten etwas die Inspiration fehlt. Und Amy, solltest du es noch mitkriegen: Zum Covern ist auch nix dabei.






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