R.M.F.
»Into«
[Ministry Of Sound / Edel / VÖ: 25.07.2008 ]
Text:
Christian Kahrmann
Wie sang Doro Pesch mit ihrem Warlock einst so schön? "When east meets west - there's gonna be one hell of a mess."
Und so ähnlich kam es ja auch: Wenn sich der ehemalige Ostblock an Errungenschaften aus dem Westen heranmacht, bleibt kein Auge mehr trocken. Und aus Kapitalismus wird dann schnell mal Turbokapitalismus. Gern verbreitet die Ost-Version eben Angst und Schrecken. So geschah es ja auch bei "Wächter der Nacht", als ein russischer Regisseur der Welt mal zeigte, dass man auch hier mittlerweile in der Lage ist, konkurrenzfähige Blockbuster jenseits von "Panzerkreuzer Potemkin" aufzustellen.
Und warum sollte das in Musik anders sein? Neben den Russendisco- und ehrbaren Folklore-Habseligkeiten existiert russischer Pop und Rock, der den Vergleich mit dem Referenzkosmos West nicht mehr scheuen muss. Allen voran R.M.F. mit weiblich besungenem Chartspop britischer Prägung, Ohrwürmer inklusive. Man denkt mitunter an Dido oder auch mal Portishead und hat das 80er-Gitarrensolo aus irgendeinem Nachlass abgestaubt. Wir sind nicht allein. Die Russen kommen. Na, gern doch.
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