Kingsize - Love, Lust And Other Disasters Artikelbild (groß)
 
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Kingsize

»Love, Lust And Other Disasters«

[Weekender / Indigo / VÖ: 25.07.2008 ]

Text: Martin Riemann

Es ist schon auffällig, wie stark Mike McCartneys Gesang an den disparat euphorischen Duktus von Julian Casablancas erinnert. Das macht es nicht gerade einfach, das Debüt von Kingsize zu hören, ohne sofort an die Strokes zu denken.

Der ungeschliffene Uptempo-Rock der Londoner fügt dem Gesamtbild allerdings noch typisch britisches Lad-Flair hinzu. Also nicht mit dem Drink in der Hand zu Gast bei der Boheme, sondern mit dem Inhalt des Pints über der Hose mitten im Pub. Das bringt die restlichen Gäste zwar nicht über die ganze Albumlänge zum Mitsingen, aber an den meisten Stellen funktioniert es ziemlich gut. Ein großes Plus ist dabei sicher die feine Arbeit des Leadgitarristen, ein großes Minus der Song, in dem ebenjener auch mal singt. Wenn man sich also an das erwähnte Déjà-vu-Gefühl gewöhnen könnte oder es gar wünschte, wäre "Love, Lust And Other Disasters" sicher ein mitreißendes Album. Wenn es 20 Minuten kürzer wäre.





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