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Jud

»Sufferboy«

[Nois-o-lution / Indigo / VÖ: 08.08.2008 ]

Text: Christian Schlage

Jud waren immer eine ganz besondere Band. Die Musik: tiefgründig, unkonventionell, originell und berührend. Von 1996 bis 2001 hauten sie vier Alben und viele eindringliche, atmosphärische und inspirierende Auftritte raus. Danach Riss das Band, das Signal wurde schwächer, die Bandmitglieder verstreuten sich auf andere Projekte wie Mondo Generator, Amen, The Fullbliss oder wandelten auf Solopfaden.

Jud waren eine Perle im CD-Regal - ansonsten aber leider Geschichte. Als ich "Sufferboy" entdeckte, lief mir richtiggehend ein Schauer über den Rücken. Nach fast acht Jahren wollte ich unbedingt teilhaben an der Auferstehung dieser genialen Band. Los ging's. Und danke! Jud setzen mit ihren schweren Gitarren, dem großen kratzigen Sound und den klagenden Hymnen genau dort an, wo sie aufgehört hatten. Dennoch bleibt es unglaublich schwer, Juds Musik zu kategorisieren. Mich erinnern sie immer an die unkonventionelle Genialität von Mother Tongue oder an all das, was die "Desert Sessions" stark macht. Auf jeden Fall aber transportiert ihre Kunst maximale Emotionen. Intensität gibt's in der kleinsten Hütte, im spartanischsten Line-up.





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