Cog
»Sharing Space«
[Superball / SPV / VÖ: 25.08.2008 ]
Text:
Till Stoppenhagen
In ihrer australischen Heimat sind Cog ein dickes Ding - wen wundert's, läuft man dort mit traditionsbewusster Gitarrenarbeit ja offene Türen ein.
Aber es ist natürlich nicht immer alles der gute alte versoffene Kneipen-Schunkel-Boogie Marke AC/DC - das Trio Cog knüpft auch an die Enden von Progressive Rock an, man denke an Bands wie Tool und Dredg: zehnminütige Mini-Opern, dramatische Vocals, häufige Wechsel vertrackter Rhythmen. Eine der - für Nicht-Cracks zumindest - anstrengendsten Musikrichtungen, die sich hier allerdings von einer zugänglichen Seite zeigt: klares, auf das Nötige beschränktes Klangbild, druckvoller Sound sowie eine Musikalität, die nie ins Muckertum abdriftet, sondern das selbstverständliche Ausschöpfen der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten gewährleistet. Sprich: Gefrickel ist nicht stumpfe Leistungsschau, sondern macht Sinn. Könnte Tool-Fans begeistern, wenn es mal nicht ganz so finster, zynisch und selbsthasszerfressen sein soll.
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