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Warren Suicide

»Requiem For A Missing Link«

[Shitkatapult / MDM / VÖ: 13.06.2008 ]

Text: Roland Wilhelm

Warren Suicide verkörpern perfekt die Verbindung zwischen konzeptuellem Kunstansatz und Popmusik. Art-Punk-Pop, der seinem ganz eigenen DIY-Prinzip folgt und nur in diesem Kontext verstanden und goutiert werden kann.

"Requiem For A Missing Link", das zweite Album des Berliner Duos, das aus den Mitgliedern Cherie (Visual Arts, Gesang) und Nackt (Gitarre, Gesang) besteht, bedient sich breitester stilistischer Vielfalt. Rock und Electro, Punk und Pink Floyd, Pop und Kammermusik - alles, was an Munition zu finden ist, wird von den beiden Akteuren verfeuert und auf visueller Ebene mit ihren schrägen Zeichnungen und Videos gepaart.


Und jeder Track ist seine eigene kleine Schlacht im Krieg der Kunstfigur Warren gegen die Konventionen. Exemplarisch könnte man "The Matter" oder das Stück "Good Morning Lord" nennen, das neben der erwähnten Stildivergenz auch das Selbstverständnis der beiden Musiker offenlegt: "two freaks hanging in a christmas tree". Im Verlauf des Albums kommen immer wieder hochmelodiöse Ohrenschmeichler wie der Titel "Home" zum Vorschein, womit das Duo wiederum ganz dem Prinzip der ständigen Brechung Rechnung trägt. Dass das alles teilweise recht schwere Kost ist, ist selbstredend. Dass es hervorragend zu T.Raumschmieres Label Shitkatapult passt, aber auch.



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