Panteón Rococó
»Panteón Rococó«
Text:
Klaas Tigchelaar
Die Relevanz der mexikanischen Zapatisten-Ska-Combo Panteón Rococó ist hierzulande wohl eine andere als in ihrer Heimat.
Das Guerilla-Tanzorchester aus Mexiko-City darf sich in Deutschland in diesem Sommer im Ärzte-Support-Schlepptau verdingen, und vielleicht bleibt ja doch etwas von den Problemen des armen Bundesstaats Chiapas, der indigenen Minderheit und den Zielen der EZLN bei der Festival-Spaßgesellschaft hängen. Wahrscheinlicher ist aber wohl, dass die 12-köpfige Band bloß als gut reingehender Tequila-Flavour einer großen Party wahrgenommen wird. Ohne die politisch-sozialkritischen Inhalte, die viele ihrer Texte ausmachen, ist nämlich auch ihr siebtes Album ein solider Mix aus Latin-Ska, Rock und Reggae, der ohne Experimente die Genre-typischen Ansprüche erfüllt.
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