Heartthrob
»Dear Painter, Paint Me«
[Minus / Word And Sound / VÖ: 27.06.2008 ]
Text:
Christoph Büscher
Minimal mal anders: Richie Hawtins Label Minus bemustert jetzt wegen Kopiersorgen mit Kondens-Musik. Will meinen, mit auf das Wesentliche eingedampften Kompaktmixen der neuen Veröffentlichungen.
Zum Glück für Heartthrob tut dies der Wirkung seines neuen Langspielers aber keinen Abbruch. Denn der versteht es, auch unter zwei Minuten auf den Punkt zu kommen. Mit reduzierter, aber ausgeklügelter Rhythmik - eben gerade genug, um im Club Druck zu machen -, aber mit genug Detail, um auch jenseits des Tanzflurs zu funktionieren. Produzent Jesse Siminski, jüngst von Paris nach Berlin übergesiedelt, hat es genau raus, wie man mit geschickter Auswahl der Sounds eine schummerige Sci-Fi-Ästhetik schafft und so neben einer ordentlichen Portion Funk auch auf erzählerische Spannungsbögen nicht verzichten muss. Faszinierend, auch wenn das Ganze im vorliegenden Format leider eher in die Kategorie "Kurzgeschichte" als unter "Techno-Epos" fällt.
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