Grand National - A Drink And A Quick Decision Artikelbild (groß)
 
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Grand National

»A Drink And A Quick Decision«

[Sunday Best / Rough Trade]

Text: Christoph Büscher

Rupert Lyddon und sein Kumpel Lawrence "La" Rudd kennen sich bereits aus alten Tagen in Queen- und Police-Coverbands. Erst mal nicht die hippsten Referenzen, möchte man meinen.

 

Trotzdem avancierten Grand National 2004 mit ihrem Debüt "Kicking The National Habit" zu einem Geheimtipp der UK-Musikszene. Das liegt vor allem an der Frische der Songs und der entspannten Haltung, mit der das Londoner Duo im 80er-Fundus wildert und dabei New Wave mit Disco, Ska und Reggae verheiratet, ohne dass es peinlich wird.


Das fand wiederum Radio-1-DJ Rob da Bank so gut, dass er nun das zweite Album auf seinem Label Sunday Best veröffentlicht. Die Single "Animal Sounds" geht mit funky Oktavbass und Ohrwurm-Refrain erst mal glatt runter, ist aber nicht unbedingt der aufregendste Song des Albums. Der Reggae-Einschlag von "Going To Switch The Lights On", das tolle Arrangement von eher ruhigen Nummern wie "Joker & Clown" oder die trockenen Disco-Beats von "Close Approximation" machen die wahre Vielfalt des Albums aus. Daheim dürfen Grand National damit schon mal als Opener von Hot Chip auf die Bühne, und genau wie unsere Lieblings-Nerds sind sie große Meister der Amalgamierung vermeintlich uncooler Stile. Keine echte Sensation, aber bisher immerhin eins der spannendsten Alben des noch jungen Jahres.
 



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