Johnny Dowd - A Drunkard's Masterpiece Artikelbild (groß)
 
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Johnny Dowd

»A Drunkard's Masterpiece«

[Munich / Indigo]

Text: Klaas Tigchelaar

Erstaunlich, dass der grau melierte Herr aus Texas seinen Alternative-Country-Stempel nicht mehr loswird. Das mittlerweile siebte Album lässt sich nämlich wie schon der Vorgänger "Cruel Words" schlicht mit einem Wort zusammenfassen: unberechenbar.

 

Das wird schon an der Tracklist deutlich, aufgeteilt in "Opus I" bis "Opus III". Dazu lässt es sich Dowd nicht nehmen, die Titel mit kleinen Geschichten einzuleiten, während der Gesang - betörend und kühl zugleich - vornehmlich von Kim Sherwood-Caso übernommen wird. Tja, und die Musik? Ein Messbecher voller Stile, von Alternative-Country bleibt da nicht viel übrig. Jazzrock trifft auf Samba, gleitet in fast verbotene Gitarrensoli ab, wird von der dominanten Schweineorgel überboten und tänzelt wieder zurück zu südamerikanischen Rhythmen. Dann wird es wieder Zeit für Dowd, in breitester Texas-Mundart ein paar düstere Geschichten zu erzählen. Ein Spoken-Word-Abend mit Mike Patton, Captain Beefheart und Booker T. könnte nicht spannender sein.



 



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