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Feeder

»Silent Cry«

[Echo / Indigo / VÖ: 20.06.2008 ]

Text: Daniel Koch

'Powerpop' ist die vielleicht blödeste Musikjournaillenschubladenbeschriftung. Aber die Musik dazu macht manchmal einfach verdammt Spaß.

Wie toll Brachialgitarren und harmonietrunkener Gesang klingen können, zeigen Feeder mit 'Silent Cry' – mal wieder. Während das walisische Trio um Sänger und Songwriter Grant Nicholas in England ganze Stadien füllt und in Japan auf dem Fuji-Rock eine Bühne headlinet, lockt man in Deutschland leider gerade mal genug Leute hervor, um den Prime Club, pardon, das Luxor vollzukriegen. Gut, da gäbe es sicher noch einige weitere  Beispiele, aber bei Feeder fragt man sich gerne besonders laut, warum das eigentlich so ist.


Denn wenn es eine Band gibt, die gleichermaßen Britrockler und Foo-Fighters-Mainstreamler abholt, dann Feeder. Und das seit 16 Jahren. "Siehst du, so schlecht kann’s doch gar nicht laufen. Wir sind immer noch da", lacht ein entspannter Grant Nicholas in Blick auf die lange Bandgeschichte. Hört man sich nun das neue Album 'Silent Cry' an, merkt man schnell, dass sich musikalisch wenig geändert hat.

Das sieht auch Nicholas so: »Die Leute sagen uns oft, dass wir uns sehr verändert hätten, aber eigentlich machen wir immer noch das, was wir uns damals vorgenommen haben: Wir wollten ein sehr lautes, sehr krachiges Trio mit einem Arsch voll Melodien sein.« Ein irgendwie sympathisches Bekenntnis zur Stagnation. Oder, um ein freundlicheres Wort zu benutzen: zur Kontinuität. Denn es ist ja nicht so, dass man bei Feeder-Platten ins Gähnen kommt, weil sich alles ähnelt und breiig dahinzieht.


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