Boy Android
»Boy Android«
[EP // www.myspace.com/boyandroid]
Text:
Vanessa Romotzky
Ein beachtliches Debüt legen die vier Münchner von Boy Android vor, auf dem mehr als nur einer der sechs Songs das Zeug zur Indiepop-Hymne hätte. Das ganze Album besticht durch Sorgfalt und Klarheit der Songs und einen tollen Sound. An allen Ecken wurde mit Hingabe gearbeitet: von Songstruktur und Sound über die Lyrics und die dezenten elektronischen Einsprengsel bis hin zum Artwork.
Die Produktion ist ausgefeilt und klar, wie man es zum Beispiel von Death Cab For Cutie kennt. Überhaupt klingt die Münchner Runde im besten Sinne nach Death Cab, Weakerthans, Miles, Maritime oder Snow Patrol. "Thommy" ist ein strahlender Popsong, der zwischen Notwist und - wieder - Death Cab sicher die Hürde nimmt, eingängig und elegant, aber nicht zu poliert. Die Songs verlieren nie an Spannung, die Gitarrensounds sind abwechslungsreich, verbinden sensible oder fluffig treibende Pickings mit verzerrt flächigen Ausbrüchen. Der klare und meist sanfte Gesang bildet zu den manchmal reflexartigen Gitarrenanfällen einen schönen Kontrast. Wer so gut zu seinen Songs ist, kann sich auch getrost auf sie verlassen.
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