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Witch

»Paralyzed«

[Tee Pee / Cargo / VÖ: 22.03.2008 ]

Text: Ulf Imwiehe

Dead Kennedys und Black Flag lieben, aber Celtic Frost und Voivod doof finden? Das muss nicht sein. Denn knarzender, scheppernder Punkrock und grantig polternder Steinzeit-Metal haben zumindest musikalisch genug gemeinsam, dass sie nicht nur auf den Kutten dieser Welt zueinander finden können.


Witch, jene Indie-Metaller um den in Würden ergrauten Exil-Grunger J Mascis (hier übrigens als verdammt furioser Schlagzeuger an den Pedalen), feiern diese Kompatibilität mit Gusto und anständig Bier im Wanst. Sämige Twin-Guitars huldigen für eine Sekunde Iron Maiden, schmettern dann Bizarro-Chords raus, die auch bei No Means No nicht fehl am Platze wären, und kulminieren in furiosen Proto-Core-Passagen, die den Hauch von Geschichte atmen, ohne nach Vergreisung und Re-Enactment zu müffeln.

Dabei gibt sich die Band deutlich vehementer und maliziöser denn je und verströmt eine Energie, wie man sie beim zeitgenössischen Designer-Metal aus der Kompressoren- und Pro-Tools-Hölle vergeblich sucht. Was den Fremdscham-Faktor, der ja für viele besonders hoch ist, wenn es um Metal geht, erheblich reduziert. Aber derlei gesellschaftliche Zwänge sind der Zielgruppe eh schnuppe.



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