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Wild Beasts

»Wild Beasts«

[Domino / Rough Trade / VÖ: 20.06.2008 ]

Text: Martin Büsser

Um es gleich vorwegzusagen: Ich liebe die Falsettstimme von Antony And The Johnsons. Aber warum klingt diese Art von Gesang bei den Wild Beasts so extrem gewöhnungsbedürftig und beginnt auf Dauer sogar zu nerven? Die Stücke der "magischen, exzentrischen" Briten (NME) hören sich so an, als hätten Bronski Beat als Rockband ein Comeback gestartet.


Die Rede ist jedoch nicht von kernigem Poser-Rock, auch nicht von filigranem Post-Rock, sondern von Vaudeville-Rock mit Theater-, Revue- und Cabaret-Einschlag. Eine Mischung aus Adam Green und Dresden Dolls auf tuntig - und tuntig meint in diesem Fall: eben nicht auf zeitgemäße und verführerische Weise schwul bzw. queer, sondern lediglich mit den schlimmsten Klischees aufgeladen, die Federboa und Melone nur hergeben.

Dass hier nichts zusammenpasst, soll sicher progressives Programm sein, doch wenn Musik sich so anhört, als würde gleich ein Clown mit riesigen Schuhen um die Ecke kommen, bleiben nicht nur, um Alexander Kluge zu zitieren, die Artisten in der Zirkuskuppel, sondern auch der Rezensent: ratlos.



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