Infadels
»Universe In Reserve«
[Wall of Sound / PIAS / Rough Trade / VÖ: 13.06.2008 ]
Text:
Henrik Drüner
Als Infadels noch unter dem Namen Balboa firmierten, beschallten sie halbherzig Modeschauen und ähnliche zwiespältig-interdisziplinäre Veranstaltungen. Aber eigentlich wollten sie doch rocken, auf die Stadionbühnen jedes Kontinents! So kam die Neuverortung zustande, die uns vor zwei Jahren das Debüt "We Are Not The Infadels" und nun den Nachfolger beschert.
Und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass die Floskel catchy Refrains eigens für oder von Infadels erschaffen wurde. Die Folge liegt nahe: "Universe In Reserve" verblüfft mit maximaler Eingängigkeit. Ob das jetzt Indie-Electropop ist oder nicht, ob die Songs Tiefgang aufweisen oder lediglich an der Oberfläche kratzen - geschenkt. Ich sehe glückliche Festivalbesucher, sehe gefüllte Indiedisco-Tanzflächen, sehe nicht weniger als zehn potenzielle Single-Auskopplungen. Selbst an die eine Ballade ("Don't Look Behind You") haben die fünf Londoner gedacht. Alles erstrahlt in Euphorie. Mission erfüllt.
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