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Booka Shade

»The Sun & The Neon Light«

[Get Physical / Rough Trade / VÖ: 23.05.2008 ]

Text: Sebastian Ingenhoff
[2 Kommentare]

Booka Shade kann man sich kaum noch in kleinen verschwitzten Clubs vorstellen. Die Sounds sind so massig und ausgedehnt, dafür benötigt man Platz. Passenderweise durften die zwei Berliner zuletzt für Depeche Mode eröffnen und spielen dieses Jahr bei Rock am Ring. Letzteres ist eine Ehre, die ansonsten eher elektronischen Großraumacts der Kategorie Chemical Brothers oder Underworld vorbehalten ist.


In dieser Liga sind Booka Shade spätestens mit dem Hit "Body Language" angekommen. Das harmonische Stück an der berühmten Schnittstelle zwischen Techno und House mit der einprägsamen Bassline sorgte für die in die Luft geworfensten Arme und das bezechteste Gegröle seit Alter Egos Monsterhit "Rocker". "The Sun & The Neon Light" setzt da an, kann sich aber offensichtlich nicht so ganz zwischen Pop und Techno entscheiden.

Jene Stücke mit Gesang, die offensichtlich gerne Depeche Mode wären, sind ein bisschen nervig. Bis zu Gahan und Co. ist es dann doch noch ein weiter Weg, angedeutete Songs ohne Refrain oder sonstige interessante Strukturen reichen da nicht aus. Was aber nicht heißen soll, dass die Platte nicht funktionieren würde. Booka Shade sind nach wie vor großartig, wenn sie hypnotischen Spacetechno mit überdrehten Synthie-Effekten und warmen Flächen produzieren wie die freakige Peaktime-Maschine "Planetary" oder das pumpende "Charlotte", das an den ersten großen Hit "Mandarine Girl" erinnert. Bei Get Physical ist dieser Tage also einiges los. Innerhalb weniger Katalognummern von skelettiertem Singer/Songwriterpop (Raz O'Hara) über Discohouse (die Junior-Boys-Mix-CD) bis hin zu großem Rave - alles abgedeckt.



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  • Mehrteurer 06.06.2008 | 13:31:58
    Hitschlampe
    das war gestern ein sehr interessantes Konzert. Streckenweise wurde man an das Safri-Duo erinnert (Powerdrumming), die Bassline von Mandarin Girl wurde mitgegröhlt als sei es ein Scooter-Hit.

    schätze mal, dass Booka Shade wirklich fast in der "Schiller-Liga" angekommen sind. Dass sie das mit zum Großteil sehr guter Musik geschafft haben, ist das erstaunlichste an dem Phänomen.

  • User: seDschei
  • seDschei 06.06.2008 | 15:15:36
    Nachbar
    Nur leider ist vom Grossteil der sehr guten Musik auf der neuen Platte gar nichts drauf.

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