Parama
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Text:
Benjamin Cries
In Sachen Punkrock geht in deutschen Landen anscheinend wieder einiges - offenbar hat das Treiben von Oma Hans & Co. doch Gutes bewirkt. Irgendwo zwischen klassischem Uffta, muckermäßiger Verspieltheit und der Art von fluffigem Punkrock, für den einst Kapellen wie die Boxhamsters standen, ist das hier angesiedelt. Parama aus Hilden und anderswo attestieren sich selbst Herz und Verstand und machen so manchen Grauschleier über Stadt, Land und Fluss aus.
In bester Rachut'scher Manier wird in deutscher Sprache und deutbaren Bildern dem Missfallen an allerlei gesellschaftlichen Zuständen Ausdruck gegeben, ohne Ursache und Wirkung allzu klar zu benennen. Hin und wieder eingestreute Parolen scheuen auch nicht den eigenen Standpunkt: Abwendung und Unbehagen in Zeiten des Lohndumpings und Sozialstaatschleifens, wünschenswerter Widerstand des Prekariats und der "Angeschmierten", erfreulicherweise ohne die überflüssige ironische Brechung modischer Selbstverwirklicher. Parama künden von eigenen hohen Erwartungen und Ambitionen; auch scheint ihre unruhige, von einigen Zeitgenossen unter "Postpunk" verbuchte Stylistik innerhalb der Formation zu Knatsch zu führen. Wenn dies künstlerisch weiterhilft, soll es nur recht sein.
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