Likk
»Squeezed«
Text:
Oliver Minck
Likk aus Hamburg macht Musik nach eigenen Regeln. Zunächst denkt man, dass hier irgendwie gar nichts zusammenpasst. Gitarre, Stimme, Rhythmus, Zier- und Störsounds - alles spielt in einer eigenen Welt. Verspinnt sich in sich selbst. Trifft sich wie zufällig. Der schräge Sound ist in seiner Ruhe überhaupt nicht aufdringlich. Irgendwann stellt man fest:
Es ist keine Wahllosigkeit, die hier herrscht, Likk arrangiert seine Musik eher wie ein Hörspiel, durchaus mit Dramaturgie, nur eben nicht mit der Dramaturgie, die man von Popsongs erst mal erwarten würde. Obwohl sich nach einer Eingewöhnungsphase auch immer wieder zartschmelzende Melodien, beinahe Hooklines herausschälen. "Squeezed", das Titelstück, ist so eine wundervolle Nummer, die mit all ihrem Space fast schon in Sigur Rós'sche Sphären auswandert. Opulenz wird hier aber mit Bedacht eingesetzt. Eigentlich ist es gerade die Beschränktheit der Mittel, das Zurückgenommene, das "Squeezed" zu einer so ungewöhnlich schönen selbst gebastelten Platte macht.
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