Giovanni Ferrario
»Headquarter Delirium«
[Solaris Empire / Broken Silence / VÖ: 25.04.2008 ]
Text:
Christian Steinbrink
Das Album von Giovanni Ferrario erscheint in einer interessanten Konstellation, denn Ferrario, der auch PJ Harvey als Tourgitarrist begleitet und in der Band des australischen Songwriters Hugo Race musiziert, ist eine durchaus prominente Figur der gar nicht mehr so kleinen italienischen Indieszene. Wie er nun allerdings auf das eher für Indie, Folk und Elektronik bekannte Berliner Label von Kitty Solaris gekommen ist, weiß wohl nur der Wind.
Denn "Headquarter Delirium" ist in ihren Grundfesten eine klassische Rockplatte, die sich den Bezug auf experimentelle Elektronik und psychedelische Elemente aber nicht nehmen lässt. Die Stücke sind in ihren Sounds und Strukturen vielseitig, Ferrario rekurriert deutlich auf Blues und Rock der 70er. Zusammen ist all das eine zwar anregende und komplexe, aber alles andere als zeitgenössisch klingende Angelegenheit. Fans von Nick Cave und PJ Harvey sollte auch "Headquarter ..." etwas geben. Wenn sich nun auch noch der einschlägige Berliner Indie-Underground eine Scheibe von Ferrarios Musik abschneiden würde, könnten auch dort noch einige interessante neue Facetten entstehen.
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