The Amber Light
»Play«
[Superball Music / SPV / VÖ: 25.04.2008 ]
Text:
Philipp Jedicke
The Amber Light gelingen auf ihrem zweiten Album gleich mehrere Spagate: Sie klingen gleichzeitig entspannt und kopflastig, eingängig und vertrackt, noisig und glatt. "Play" bewegt sich dabei konsequent auf der nicht immer eindeutigen Grenze zwischen Pop und Indie-Rock. Produziert wurde die Platte von Jean-Michel Tourette (Wir Sind Helden) und Jens Nickel (Automat), die ihr Handwerk beherrschen:
Die Stücke kommen bei aller Gitarren- und Soundfrickelei warm und direkt rüber. Die feedbacklastigen ersten Songs mit ihren dynamisch ausufernden, sägenden Gitarrenparts machen in der zweiten Hälfte des Albums ruhigen, geradezu meditativen Stücken Platz, die ihrerseits nie balladesk klingen. Denn die Grundstimmung auf "Play" bleibt auch bei aller Ruhe unberechenbar. Darum und nicht zuletzt aufgrund der Stimme von Sänger Louis Gabbiani erinnern The Amber Light stellenweise an Placebo.
Wie bei den britischen Kollegen ist es die lauernde Spannung, aus der die Songs ihre Intensität schöpfen - egal, ob laut oder leise. Richtig poppig klingen The Amber Light eigentlich nur beim neunten Track "Does It Ever Get Better", der stellenweise an die energischeren Songs von Phoenix erinnert. Ein schönes, rundes Album.
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