Falko Brocksieper - Heavy Day Artikelbild (groß)

 
 
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Falko Brocksieper

»Heavy Day«

[Sub Static / Word And Sound / VÖ: 09.05.0008 ]

Text: Roland Wilhelm

Falko Brocksieper gefällt sich in der Rolle des hart schuftenden Techno-Arbeiters. Auf dem Cover seines zweiten Albums "Heavy Day" trägt er den antiken Roland-Synthesizer auf der Schulter ins Studio wie ein Dalton-Bruder seinen Hammer zum Steineklopfen. Zu Beginn der Platte lässt er dann auch keine Zeit zum Aufwärmen, "Lament" geht so schweißtreibend und oldschoolig zur Sache, dass man den Synths und Drumcomputern die Mühe förmlich anhört, mit der sie ihren Schaltkreisen die Frequenzen abringen.




Sehr erfreulich. Schade nur, dass die darauffolgenden Stücke diesen Drive erst mal nicht halten können. Bei "The Whole Story" geht dieses Zurückschalten zwar noch zugunsten der Melodie und damit vollkommen in Ordnung, bei einigen Tracks verfällt der Ex-Kölner jedoch in eine toolige (wenn auch hervorragend produzierte) Beliebigkeit, die dem Hörer einiges an Geduld abverlangt. Erfreulicherweise reißt er den Schubkarren aber immer wieder rechtzeitig rum, indem er z. B. mit "Zychological", "That Night" oder "Face It" einige fabelhaft modellierte Stücke abliefert. Er hat es sich also redlich verdient, sein "Homecoming", mit dem er der Arbeiterromantik seines Albums schlussendlich das Krönchen aufsetzt. An all diesen "Held der Arbeit"-Bildern könnte man sich natürlich auch stören. Muss man aber nicht.



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