Mike Patton - Derrick Scocchera: A Perfect Place Artikelbild (groß)

 
 
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Mike Patton

»Derrick Scocchera: A Perfect Place«

[CD+DVD // Ipecac / Soulfood / VÖ: 14.03.2008 ]

Text: Ulf Imwiehe

Kaum noch kann man eine Schranktür öffnen oder mal eben ungestört Brötchen holen gehen, ohne dass man über Mike Patton stolpert, schon haut der gefühlt omnipräsente Freakedelic-Forscher seine nächste Bananenflanke über das Weltenrund. Und wieder einmal ist alles anders: Changierend zwischen lässig abgehangenem Noir-Jazz, orchestralen Dramoletten und ein bisschen Filtergefauche aus dem E-Hirn, legt Patton hier den Soundtrack, seinen ersten, zum gleichnamigen Kurzfilm von Derrick Scocchera mit einer Lockerheit vor, als habe er in seinem Leben nichts anderes gemacht, als Scores zu schreiben.




Bei allem dezidiert cool verrauchten Gestus gelingt zwar nicht jede Sequenz, und hier und da ergeht sich der Maestro unnötig in - verdammt noch mal - sacködem Gepiddel, aber so etwas kennt man von seinen anderen Projekten wie Tomahawk, Mr. Bungle oder Peeping Tom ja auch nicht anders. In Kombination mit dem überaus amüsanten und in stilecht schartigem Schwarz/Weiß fotografierten Film (die CD kommt mitsamt DVD) können die Mini-Epen aber weitestgehend überzeugen und unterstreichen erneut, dass Patton, der Musik-Maniac, unendlich viel interessanter ist als Patton, die Rampensau of Stadienrock. Richtig spannend dürfte es dann werden, wenn die Skills des Komponisten endlich eines Tages dem Geniekult um seine Figur entsprechen. Die Chancen stehen gut, ist Patton doch bislang mit den Jahren stets besser geworden. Was der wohl mal mit sechzig produziert?





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