Panic At The Disco - Pretty. Odd. Artikelbild (groß)

 
 
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Panic At The Disco

»Pretty. Odd.«

[Warner / VÖ: 22.03.2008 ]

Text: Manuel Czauderna

"A Fever You Can't Sweat Out" polarisierte. Aber so richtig! Fast zwei Millionen Menschen kauften sich das Debüt der damals noch minderjährigen Band. Der Rest, ich eingeschlossen, war extrem genervt. Nicht aus falscher Coolness heraus - oder zumindest nicht ausschließlich. Aber egal, das ist ja Geschichte. Denn trotz des kommerziellen Erfolgs haben sich die mittlerweile volljährigen Amis mal eben musikalisch neu definiert.




Allein für diesen Mut verdienen sie Anerkennung. Zum neuen Album möchte man fast vorschnell sagen, dass sie mit ihm erwachsen geworden sind. Aber das würde es nur halb treffen. Richtig ist vielmehr, dass sie sich intensiv an den Plattenschränken der Erwachsenen bedient haben. Und dort standen ebenso Platten von den Beach Boys wie von The Zombies, aber ganz besonders: das Lebenswerk der Beatles. Die Bläser- und Streicherarrangements wurden dann auch gleich in den Abbey Road Studios aufgenommen. Wenn schon, denn schon.

Da musste der eher oberflächliche Emo-Rocksound zwangsläufig den liebevoll und verspielt instrumentierten Pop-Songs weichen, die alle so angenehm warm klingen. Zu den stärksten Songs zählt dabei die psychedelisch angehauchte Single "Nine In The Afternoon", wenngleich diese - um auch mal eine aktuelle Referenz zu nennen - in der Strophe verdächtig nach den Shins klingt. Summa summarum: Diejenigen, die Panic At The Disco immer gehasst haben, werden das Album mögen; die zwei Millionen Käufer des Debüts vermutlich auch.



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