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Ja, Panik

»The Taste And The Money«

[Schoenwetter / Hoanzl / Broken Silence / VÖ: 11.04.2008 ]

Text: Benjamin Walter

Im Informationsvideo auf ihrer Homepage und im Bandmanifest in sechs Punkten redet die Gruppe Panik aus Wien einen so hinreißenden Blödsinn in fein gewählter Sprache zusammen, dass man danach gar nicht mehr weiß, was man glauben soll. Ist das schon "Schmäh" oder doch die selbstironische Verortung des eigenen Bandkollektivs?




Ambivalenz ohne Ende. Das ist der Nullpunkt, hier können wir ansetzen. Die Musik des zweiten Albums von Ja, Panik ist als Post-Punk nur sehr unzureichend klassifiziert und schraubt sich aus dem Korsett der klassischen Bandbesetzung (plus Piano) hoch zu irrwitzigen Refrains, mal wüst gebrüllt, mal mit hymnischen Chören. So klingt wirklich keiner von der Konkurrenz, wahrscheinlich aus Feigheit. Aber die Platte soll auch sprechen, und was sie erzählt, kommt einem doch seltsam bekannt vor. Aber es ist nicht so, dass man hier die Tagebucheinträge eines verlotterten Lebensentwurfes präsentiert bekäme, eher bedient sich Sänger Andreas Spechtl der Form einer literarischen Collage.

Von Suff, Exzess und Wut auf die Verhältnisse getrieben, taumelt der namenlose Protagonist der zwölf Stücke durch eine nächtliche Großstadt. Pausenlos wird mit großer Geste auf die Schnauze geflogen, Erlösung und Befreiung ist immer nur temporär zu haben, dann im Suff und im Exzess - völlig logisch. Und das ist doch auch deine Geschichte? Oder die vom Typen mit der Brille zwei Barhocker weiter.



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