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Jay Haze

»Love & Beyond«

[Word And Sound / Rough Trade / VÖ: 25.04.2008 ]

Text: Sandra Brosi

"Let the music take control of your emotions" - das sind klare Ansagen an der Schwelle zur Floskel. Aber bei einem solch geschmeidig zurückgenommenen House-Beat für Fortgeschrittene glaubt man nach der zehnten Wiederholung, dass sich die Phrase langsam entblättert und pure Weisheit vor einem auftut.




So funktionieren die Stücke von Haze - einst geboren in Pennsylvania, jetzt wohnhaft im Berlin der privilegierten Schräubchendreher und des prekären Netzwerk-Jetset-DJtums. Also bestenfalls funktionieren sie in den Tiefen des Clubs so. Auf Listeningkurs und Albumlänge wünscht man sich mitunter nämlich schon etwas mehr Mut. Denn nur immer weiter an der Smoothness zu drehen ist eine Sackgasse. Dafür ist das Genre bereits zu ausdefiniert, hängen bleiben werden die ungewöhnlichen Momente, und die vermisst man auf dem Sofa mit den riesigen Kopfhörern in der Fresse. Auf der Tanzfläche dagegen sagt man leise, Quatsch, laut: "danke", wenn ein Stück einfach als solches abliefert. Das ist natürlich auch klar.



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