Bubonix
»Capsaicin«
[Nois-o-lution / Indigo / VÖ: 25.04.2008 ]
Text:
David Winter
Kaputt und weiter. Kaum haben die bis dato eher gemächlichen Bubonix die DIY-Pfade zugunsten eines "echten" Labels verlassen, kommen die Platten wie am Fließband. Gerade mal ein Jahr ist nach dem grandiosen "Please Devil, Send Me Golden Hair" ins Land gezogen, und jetzt geht's schon weiter, dabei hatte auch diesmal Kurt Ebelhäuser die Produzenten-Finger im Spiel.
Und wieder ist die Platte ein wüster Brocken aus Indie, Hardcore und Punk mit einigen Electro-Spielereien geworden. Trotz allem Geknüppel und drei Gitarren scheint hier ein vermehrtes Augenmerk auf poppige Melodien gelegt worden zu sein. Dennoch braucht "Capsaicin" ein wenig länger, um endgültig zu zünden. Die ersten zwei Hördurchgänge gestalten sich aufgrund des teilweise höchst eigenwilligen Gitarrensounds und ungewöhnlichen Gesangs recht anstrengend. Hat man es aber geschafft, sich daran zu gewöhnen, zeigt sich, dass die Bubonix schon wieder ein Vorzeige-Album abliefern. Warum hat man eigentlich 13 Jahre gebraucht, um die Band vom Herd des Selten-Veröffentlichens wegzulocken?
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