Rod Modell
»Incense & Black Light«
[Plop / MDM / VÖ: 17.03.2008 ]
Text:
Christoph Büscher
Ein feines Knistern, das nach Regen klingt. Weißes Rauschen, das an- und ab schwillt - ein bisschen der Sound der Brandung. Das alles ist der simple Grundklang, aus dem Rod Modell seine hypnotischen Dub-Techno Tracks aufbaut. Hinter dem feinen Geräuschvorhang dann das Gefühl einer mattschwarzen Nacht, einer Stadt im kalten Neonlicht.
In der Ferne hört man das dumpfe Pulsieren einer 4/4-Bassdrum, hallen lose Akkorde warmer Analog-Synths in lang gezogenen Echos durch riesige Räume.
Rod Modell, der als Produzent bereits bei Deepchord und Echospace mitgemischt hat, bewegt sich damit klar in der Tradition von Detroit-Techno, dem Minimalismus von Labels wie Basic Channel oder Chain Reaction und bezieht sich in seinen zehn zeitlosen Tracks ganz auf die Ästhetik von Ambient-Dub. Das Schnörkellose, die Gleichförmigkeit und die Beschränkung auf das absolut Notwendige verleiht "Incense & Black Light" eine Ruhe, innere Spannung und deutlich mehr Soul, als man dieser Art von Maschinenmusik gemeinhin zutrauen würde.
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