Neoangin
»The Happy Hobo And The Return Of The Freaks«
Text:
Lutz Happel
Mit Happy Hobo könnte Jim Avignon, der Mensch hinter dem charmant-naiven Kinderzimmersound von Neoangin, sich selbst meinen. Ähnlich einem glücklichen Tramp scheint er immer auf dem Sprung von einer Kunststilform zur nächsten. Seit zweieinhalb Jahren nun wohnt der lange Zeit in Berlin tätige Maler, Illustrator, Musiker und Performer in Brooklyn, was seine Musik scheinbar nicht sonderlich beeinflusst hat.
Unter der Mithilfe von Chris Imler (Jens Friebe) als Produzent und Norman Nitzsche (Masha Qrella) am Mischpult könnte das mittlerweile achte Album des Multitaskers Avignon nicht charakteristischer nach glücklichem Alleinunterhalter klingen. Ukulele, Billo-Keyboard und bewusst fragwürdiges Englisch sind die Zutaten dieser sympathischen Marke, die nach wie vor ihre Produktionsbedingungen ohne Krampf mitkommuniziert: Leichtigkeit, Ungezwungenheit, Minimalismus und Gutmütigkeit. Verpackt ist das Ganze in ein prachtvolles, selbst gemaltes Booklet, das schon allein die Anschaffung lohnen würde.
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