The Mae Shi
»HLLLYH«
[Moshi Moshi / Coop / Universal / VÖ: 29.02.2008 ]
Text:
Christine Käppeler
Eine knallbunte Plastiktüte voll grandiosem Schnickschnack und apokalyptischem Frohsinn hat die inzwischen sechsköpfige Band The Mae Shi aus L.A. hier zusammengepackt.
\"Foooorecast death and destruction\", jubiliert der mehrstimmige Jungschor im Song \"Book Of Numbers\" über einem mitreißenden Casio-Beat, \"Run oh run run to your grave\", tönt der Refrain der gleichnamigen Single im Tenor einer Partyempfehlung fürs Wochenende. Euphorie in sämtlichen Tonlagen ist das Programm dieser Platte, auch dann, wenn es textlich hintergründig bis -hältig zugeht.
Musikalisch passt dieses in Amerika schon vierte Album der sechs Kalifornier mit seiner überbordenden Jugendlichkeit gut zu den neuen Moshi-Moshi-Labelkollegen wie Tilly And The Wall und Mates Of State. Hardcore-Anleihen (\"Boys In The Attic\", \"Young Marks\") und House-Exkurse (\"Kingdom Come\") machen das Chaos komplett. Wirklich rund ist \"HLLLYH\" nicht geworden, aber eine Platte mit einer Reihe von wirklich guten Songs. Nur auf das übergeschnappte Kreischen am Ende wäre locker zu verzichten gewesen. Der Rest ist crazy genug.
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