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Vive La Fete

»Jour De Chance«

[Uncivilized World / Al!ve / VÖ: 22.01.2008 ]

Text: Sebastian Ingenhoff
[10 Kommentare]

Das belgische Elektropopduo Vive La Fete versucht es fast jedes Jahr aufs Neue. Mit der neuen Hausnummer hier ist es mittlerweile das siebte Mal. Man gibt sich betont sexy. Sie mit weißen Strumpfhosen, blondiertem Haar und Coco-Chanel-Kleid. Er in schwarz mit Sisters-of-Mercy-Frisur.


Man spielt weiterhin fleißig auf Modeschauen. Berühmte Designer wie Karl Lagerfeld sind immer noch Fans der Band. Die Musik ist betont postmodern-zitathaftig. Man bedient sich bei DAF, den Talking Heads, Devo, Stereo Total, Birkin & Gainsbourg. Es gibt sogar ein Cover des mittlerweile beinahe in Vergessenheit geratenen Songwriters Michel Polnareff. Das ist ja alles toll und wäre im Prinzip auch gar nicht so verkehrt, wenn die Verweise einigermaßen dezent gehalten wären.

Sprechen wir es doch mal aus: Die Songs der Beiden sind einfach nicht gut. Man hört die Platte durch, aber kein einziges Stück bleibt wirklich hängen. Es groovt fröhlich, die Bässe pumpen, der Gesang ist sogar schön. Man kann sich noch nicht mal beschweren, dass die Musik zu glatt produziert wäre. Sie ist nur einfach uninteressant. Es gibt keine wirklichen Melodien, die man sich merken müsste, keine Aussagen. Jeglicher eigenständige Ansatz geht in diesem unendlichen Zitatbrei unter. Der einzige deutschsprachige Song auf der Platte bringt es irgendwie auf den Punkt. Denn dessen Refrain geht so: \"Was soll das hier mit dem Quatsch? Ich weiß es nicht.\" Der Satz wird ganz monoton zwanzigmal am Stück wiederholt. Den prägt man sich tatsächlich ein. Das ist das, was hängen bleibt.



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  • User: Saint Etienne Bear
  • Saint Etienne Bear 13.02.2008 | 21:09:05
    Music is my, music is my, musi
    Das ist wohl das erste mal das ich das Gefühl habe das ich zu einer Plattenkritik ein Kommentar abgeben muss.

    Normalerweise verkneife ich mir das weil ich denke das jeder einen anderen Geschmack hat.

    Diese Kritik ist allerdings die wahrscheinlich dämlichste Plattenkritik die ich jemals gelesen habe.

    Vive la Fete wollen mit ihren Songs nicht die Welt retten. Nicht jede Band will wie Radiohead sein. (Die ich übrigens zum kotzen finde.) Die Songs sind bewusst zitathaft und die Texte ganz klar ironisch und nicht immer ernst gemeint.

    Das man die Stücke nicht eingängig findet verstehe ich erst recht nicht. Die meisten ihrer Stücke sind absolute Ohrwürmer. Mit "Noir Desir" haben sie eines der geilsten Stücke der letzten 20 Jahre veröffentlicht.

    Objektiv ist anders.

  • buenaventura 14.02.2008 | 01:09:16
    hashomer
    Objektiv ist anders.

    setzen. sechs.

  • User: lucktrone
  • lucktrone 14.02.2008 | 14:12:52
    summer fever!
    die schreckliche introkritik an der neuen v.l.f. habe ich ja völlig vergessen.
    die "jour de chance" läuft bei mir in rotation und der opener "aventures de fictives" ist ein kracher².
    nun denn...

  • buenaventura 14.02.2008 | 15:23:17
    hashomer
    Objektiv ist anders.

  • User: michael_madsen
  • michael_madsen 14.02.2008 | 16:21:09

    Da spricht einer die richtige Sprache!

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