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Nada Surf

»Lucky«

[City Slang / Universal / VÖ: 22.01.2008 ]

Text: Henrik Drüner
[9 Kommentare]

Es ist zu hoffen, dass \"Lucky\" die gleiche Wendung nimmt, die aus dem \"Let Go\"-Album das \"Let Go\"-Meisterwerk werden ließ. Zu Beginn als mediokres Popalbum abgetan, strahlten dessen Songs, anstatt irgendwann abzuschlaffen, immer heller, makelloser und unfassbarer. Beim fünften Album vertrauen Nada Surf weiterhin ihrer Stärke, aus gewöhnlichen Song-Elementen ungemein Größeres zu schöpfen. Ganz gleich, ob bei Arrangements, Harmonien oder Texten - Sänger und Gitarrist Matthew Caws, Bassist Daniel Lorca, der es im Gegensatz zum Bandchef hartnäckig verhindert, als Sympathieträger zu gelten sowie Schlagzeuger Ira Elliot verstehen es, sich identifikationsstiftend zwischen Americana, Pop und Indie zu verorten.

Der Arbeitstitel hörte noch auf den Namen \"Time For Plan A\", doch letztendlich überwog doch Plan B \"Lucky\", für das Gäste wie Ben Gibbard, Ed Harcourt, Juliana Hatfield und weitere namhafte Kollegen gewonnen werden konnten. Ein famoser Doppelpack läutet das Album ein: \"Weightless\" und die orgelgeschwängerte Single \"Whose Authority\" mit der ominösen Zeile \"There's a feeling I get when I look to the west\", die schon Robert Plant bei Led Zeppelins \"Stairway To Heaven\" verkündete. Doch ab \"Beautiful Beat\" kommt eine Phase mit eben jener schönen, netten, aber etwas seichten Wirkung. Die Referenzen zu Tom Petty und Elliott Smith schmälern nicht den Höreindruck, doch Nada Surf können und wollen mehr. \"The Fox\", getragen von düsteren, schweren Streichern, führt wieder in experimentelleres Fahrwasser und \"See These Bones\" ist möglicherweise einer der Anwärter auf \"Bester Albumsausklang der Popgeschichte\". Es ist nicht zu leugnen: Eine andere Band würde selbst aus den \"Lucky\"-Songs eine ganze Karriere basteln.



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  • User: danny_b
  • danny_b 22.01.2008 | 13:20:07

    Bitte, aber "weightless" ist Song Nummero 6, der Einstieg ins Album ist "see these bones". Und damit Anwärter auf "Bester Albumeinstieg der Popgeschichte".

    Ansonsten aber ganz gut geschrieben, vor allem der letzte Satz ist wahr.

  • User: solaris
  • solaris 22.01.2008 | 14:28:18

    @danny_b: so krumme dinger entstehen, wenn die trackliste der zu rezensierenden cd nur noch wenig mit der finalen version zu tun hat. ich ging davon aus, dass es dabei bleibt...

  • User: Axolotl
  • Axolotl 25.01.2008 | 00:34:42

    Na, da surft bei mir gar nix.

  • User: Eser
  • Eser 25.01.2008 | 17:53:08
    see my vest!
    gutes album. es fehlt aber an den ganz grossen songs.

  • User: Polarstern
  • Polarstern 26.01.2008 | 01:42:13

    Mit See These Bones, Are You Lightning und Ice On The Wing hat das Album meiner Meinung nach mindestens 3 wirklich große Songs.
    Überhaupt freu ich mich riesig daß Lucky vielschichtiger und nicht mehr so offensichtlich wie die letzte Platte geworden ist. An Let Go kommt es wohl langfristig nicht ran, dazu ist es wohl zu glatt - aber daß muß es ja auch gar nicht!
    Tolles Album, find ich!

  • User: rockotron
  • rockotron 26.01.2008 | 13:44:17
    lackaffe
    knüpft insgesamt an das auch schon nur mittelmässige "the weight is a gift" an. ein paar schöne songs sind auszumachen, aber irgendwie nichts für die ewigkeit.

    ich muss sagen, dass mich im rahmen ähnlicher musik das chris walla (death cab for cutie) soloalbum mehr berührt. mal so als anregung.

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