BEWERTEN
 

Alec Empire

»The Golden Foretaste Of Heaven«

[Eat Your Heart Out / VÖ: 25.01.2008 ]

Text: Thomas Bläsen

Der revolutionäre Empire-Gestus und das Zelebrieren der (Selbst)Zerstörung scheinen vorbei zu sein. Auch wenn \"The Golden Foretaste of Heaven\" zumindest nominell Parallelen zu dem extrem noise-lastigen Werk aus dem Jahre 1998 \"The Curse of the Golden Vampire\" aufweist, ist diesmal alles anders auf Alec Empires neuestem Album. Denn wenn man sich plötzlich bei dem vierten Track \"1000 Eyes\" an Velvet Undergrounds \"Heroin\" erinnert fühlt, weiß man spätestens jetzt: Es ist Rockmusik. Viele alte Fans werden sich verwundert die Augen reiben und ihren Ohren nicht trauen, aber hier geht es um die Neucodierung des alten Bastards Rock'n'Roll.

Das, was sonst Gitarrenriffs übernehmen, machen hier zumeist Synthies oder die angezerrte 808 Bassdrum, hier und da ufert es ein wenig in Lärm aus, aber sehr reduziert. Natürlich ist dieser Ansatz nicht völlig neu, aber sehr gut umgesetzt. Hier reihen sich übersteuerte aber echte Hits aneinander. Zumindest Hits für die tanzbare Indie-Disco. \"The Golden Foretaste of Heaven\" ist der böse, dunkle Bruder der Electro-Clash-Weichspüler-Fraktion.




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