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Raz Ohara And The Odd Orchestra

»Raz Ohara And The Odd Orchestra«

[Get Physical Music / Rough Trade / VÖ: 18.01.2008 ]

Text: Martin Büsser

Wir erinnern uns: Raz Ohara war nie greifbar, sondern zappelig, geradezu unausgegoren. Techno, HipHop, House und Indie-Pop - alles war drin und soll dem Wahlberliner aus Dänemark bereits den Vergleich mit Beck eingebracht habe. Nun aber scheint er es leid zu sein, sich ständig neu zu erfinden, und liefert ein höchst homogenes Album ab, das zwar kaum mehr für den Dancefloor geeignet ist, aber bestens dafür, zu Hause den Kamin neu zu bestücken und sich beim Prasseln entspannt zurückzulehnen. Angereichert mit anschmiegsamen Streichern und ein paar dezenten Latin-Elementen legt Ohara eine bitterzarte Songwriter-Pop-Platte vor, die an den Kosmos des späten Tim Hardin anknüpft.

Soll heißen: Keine Berührungsängste mit Easy Listening, doch das stört keineswegs, denn die melancholische Grundstimmung verhindert jeglichen Fahrstuhl-Effekt. Abgerundet mit einer Spur Soul und R'n'B ist ein Album entstanden, das in besseren Zeiten und Welten durchaus kommerzielle Chancen gehabt hätte.



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