The Checks
»Hunting Whales«
[Full Time Hobby / Red Ink / Rough Trade]
Text:
Christine Franz
Dass es Bands und Fans eigens wegen der Musikgazette NME nach London zieht, hat eine gewisse Tradition in der britischen Popkultur. The Checks folgten dem Ruf des Hype-Zentralorgans sogar aus dem fernen Auckland, als Chefredakteur Conor McNicholas die Band während seines Jahresurlaubs in Neuseeland entdeckte. Nach dem Bezug der Londoner Band-WG ging's erst mal auf große NME-Tour durch die englischen Clubs und ins Studio mit Ian \\"›Three Lions‹ on the shirt\\" Broudie.
Und Broudie scheint nicht allzu viele Regler bedient zu haben, denn der The-Checks-Sound ist sehr roh geblieben, beinahe unberührt Bootleg-haft, da man den Livesound der Band nach eigenen Angaben möglichst authentisch einfangen wollte. Teil des Konzepts sind außerdem ausgiebige Soli-Strecken, heisere Gitarren und ebensolche Herren. Dass Ed, Callum, Sven, Karel und Jacob von The Checks vor ihrer Abreise ins UK ausgiebig die Blues-Plattensammlung ihrer Papas durchforstet haben, glaubt man ihnen gerne. Richtig viel Neues scheint ihnen dazu aber leider nicht eingefallen zu sein: bluesiger Garagenrock für die Britpop-Disco à la The Films und Jet.
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